nachdem der südosten doch eher immer schön warm, wenn nicht sogar heiss war und vorallem die luft eine sehr hohe heuchtigkeit aufgewiesen hat, wird es zeit in den norden los zu ziehen. endziel lake louis in kanada, wo ich dann zu freunden stossen werde. die kommende woche wird ein richtiger roadtrip werden. 3600 km sind zu schaffen, also los:
texas – einöde mit ölpumpen
mike, welchen ich am “sumpf” in luisiana getroffen habe, hat mir noch empfohlen via einen natur-trail nach texas zu fahren. ich befolge den rat und stoppe unterwegs beim “sabine national wildlife refuge” und wage den rundgang, auf welchem es scheinbar alligatoren geben soll. aber wahrscheinlich haben die genau so heiss wie ich und ich sehe nur ein zwei dieser tiere faul im bach liegen. den rundgang habe ich relativ schnell hinter mir, da es doch um die mittagszeit sehr heiss ist und mich tausende mücken zu verfolgen scheinen.
ich fahre weiter richtung texas der küste entlang. hatte gar nie realisiert, dass texas auch strand hat, aber siehe da, da ist sand und meer. ok, es sind nicht die schönsten strände, aber mir gefallen die strandhäuser. wäre wohl noch gemütlich hier ein ferienhaus zu haben. was weniger gefällt, ist die aussicht auf die bohrtürme im meer draussen. und auch die gewitterfront, welche aufzieht gefällt wir nicht…
ich verlasse nun die küste und fahre richtung dallas weiter. die stadt selber gehe ich nicht besuchen, jedoch das nahe liegende fort worth. der “historische” stadtteil sieht noch immer sehr original aus, wie zu den zeiten, als dort viehhandel betrieben worden ist. und zum ersten mal sehe ich nun auch longhorns. alles sehr touristisch jedoch aber trotzdem irgendwie einen besuch wert.
weiter gehts gegen westen. unterwegs fahre ich an unzähligen ölpumpen vorbei. komisch irgendwie, dass das benzin in texas bis jetzt am meisten kostet… die reise geht nun vorallem auf dem endloswirkenden highways weiter. viel ausser die beeindruckende weite gibt es hier nicht. beeidruckend finde ich immer noch die diversesten wolkenkombinationen.
ufos, forts und präsidenten
auf dem weg beschliesse ich spontan noch einen kleinen umweg durch roswell, welches berühmt für den evtl. ufo-absturz von 1947 ist. wie erwartet, gibt es aber dort ausser den überall umherstehenden grünen männchen nicht. das einzige was ich jedoch noch am ehsten an ein ufo erinnert, ist der sonnenuntergang.
ich verlasse roswell und folge dem highway weiter richtung santa fe. die hauptstadt von new mexico ist überschaubar und hebt sich vorallem mit der bauweise der häuser von den anderen us-städten ab. nach zwei stunden verlasse ich das städtchen und fahre weiter nach colorado. in colorado springs besuche ich einen park, welcher vorallem mit seinen roten felsen zu beeindrucken versucht.
in wyoming statte ich dem fort laramie, resp.. genauer “fort laramie national historic site”, einen besuch ab. das armeestützpunkt war um 1860 im betrieb. unter anderem diente der stützpunk auch als einer der haltepunkte des pony-expresses (postbeförderungsdienst bestehend aus einer reiterstafette). diverse gebäude sind nur noch an den grundrissen zu erkennen, andere sind detailgetreu nachgebaut und man kann sich das leben der soldaten sehr gut vorstellen.
vorbei an wiesen und kargen landschaften komme ich sehr spät in der nähe des custer state parks mit meinen jeep an. dummerweise habe ich wie so oft keine ahnung wo ich übernachten werde. normalerweise findet sich immer ein motel, diesmal jedoch nicht. zufälliger weise stosse ich an ein drive-in-kino (autokino). für 8 dollar fahre ich auf das gelände des kinos, sehe mir zwei filme bis zwei uhr an. danach fahre ich weiter, es fängt an zu regnen. ich beschliesse die nach im auto zu verbringen und halte bei der nächst möglichen stelle am strassenrand an. zum schlafen komme ich jedoch nicht wirklich. ich befinde mich in mitten eines thunderstorms, welcher wohl beschlossen hat, genau bei mir zu bleiben. als würden draussen etliche stroboskope laufen, verbringe ich nun die nacht, so ein gewitter mit einer so hohen kadenz an blitzen habe ich noch nie erlebt! am morgen dann ist das ganze endlich langsam vorbei und fahre müde weiter (das erlebnis wars jedoch alle mal wert!). nichts ahnend stehe auf einmal auf der strasse eine herde bisons, haben sich die nächtlichen strapazen also doch gelohnt ich beobachte die herde eine weile. schnaubend kommen die neugierigen und mächtigen tiere immer näher an mich ran. will sie nicht prozieren und steige in meinen wagen ein und fahre weiter richtung mount rushmore.
durch eine schöne fahrt durch hügel und wälder lachen mich auf einmal vier ex-präsidenten der usa an, welche meterhoch in den mount rushmore gemeisselt resp. gesprengt worden sind. das momument selber sehr beeindrucken, jedoch zelebrieren die amerikaner da auch enorm ihr land und ihren stolz, auf die geschichte der usa. kein wort, über die urweinwohner, denen eigentlich das land dort gehören würde… was ich jedoch cool finde, ist das nächste monument, welches ich besuche, das crazy horse monument. das monument befindet sich seit jahrzehnten im bau und wird von einer ürsprünglich polnischen familie erstellt, völlig unabhängig vom staat.
motorräder und rodeo
nichts ahnend fahre ich weiter richtung deadwood. immer mehr treffe ich unterwegs motorräder an und deadwood ist schlussendlich fast voll davon. ich finde heraus, dass genau in dieser woche in sturgis das grösste motorradtreffen der usa stattfindet, also weiter dorthin.
ich verlasse das lärmige sturgis und fahre weiter. unterwegs komme ich bei buffalo vorbei, wo zufälligerweise gerade ein rodeo stadtfindet. etwas so typisch-amerikanisches wie ein rodeo lasse ich mir natürlich nicht entgehen und schaue mir das spannende spektakel an.
danach gehts weiter richtung grenze zu kanada.
etwas neue technologie muss sein
schon gewusst: in montana bezahlt man keine steuern! grund genug dem bestbuy in billings einen besuch abzustatten. das android-tablett ist “gäbig” ein laptop aber “gäbiger”. aus diesem grund gönne ich mir ein asus ultrabook mit touchscreen, super kombination und würde das ding bis jetzt nicht mehr zurück geben.
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